Kurztrips

Bayern

Corona hatte mir einen schönen Strich durch die Rechnung gemacht, darum musste ich meine Pfingsferien umplanen.

Da meine Freundin sich auch in den Pfingstferien frei genommen hatte, beschlossen wir kurzerhand einen 4-tägigen Kurzurlaub in Bayern zu verbringen, mitsamt ihrem Arbeitskollegen.

Der Chiemsee sollte es sein und alles Schöne drumherum.

Über unsere “spezielle” Buchungsplattform, fanden wir eine gut bewertete Unterkunft für 3 Personen in Rimsting, das in der Nähe von Prien a. Chiemsee war. Es war die Pension Kurz, eine absolut empfehlenswerte Pension zur Selbstversorgung. Eine superfreundliche Vermieterin und eine Wohnung in der komplett alles vorhanden ist.

So würden wir in 10 Minuten am Chiemsee sein und auch andere Aktivitäten machen können.

Schloss Herrenchiemsee

Die ersten beiden Tage war schlechtes Wetter, trotzdem besuchten wir das Schloss auf der Insel Herrenchiemsee. Dort machten wir einen sehr schönen Spaziergang rund um die Insel und zurück zur Anlegestelle. Die Schlosstour selbst geht eine halbe Stunde, ist aber sehr interessant. Der Schlossgarten ist auch sehr hübsch angelegt.

Fraueninsel

Nach unserer Besichtigung fuhren wir noch mit dem Schiff auf die Fraueninsel. Es ist eine Autofreie Insel auf der das Kloster Frauenwörth steht. Leider wurde das Wetter so schlecht, dass es nicht mehr möglich war die Insel anzuschauen und wir beschlossen zurück nach Prien zu fahren.

Fraueninsel von der Herreninsel aus

Die Kampenwand

Schloss Hohenaschau

Am nächsten Tag wollten wir in Aschau mit der Gondel die Kampenwand hinauf auf den Berg. Das Wetter sollte bis zum Mittag besser werden und wir erhofften uns einen tollen Blick über die Alm und den Chiemsee. Anfangs war es oben noch ziemlich in Wolken gehüllt, es wurde aber rasch besser und mutig wie wir waren, wollten wir den 2,5h langen Abstieg wagen.

Zuerst gingen wir oben entlang vorbei an der Sonnenalm, Steinlingalm und von da an immer weiter abwärts. Vorbei an neugierigen Kühen, weiteren kleinen Almhütten, durch die Wälder und an klaren Bächen runter in Richtung Aschau. Immer wieder gab es wunderschöne Ausblicke ins Tal und auf den Chiemsee.

Wanderschuhe wären geschickt gewesen, denn mit den Turnschuhen wurden unsere Bänder sehr belastet. Meine Freundin knickte an einer Stelle ungeschickt um und riss sich beide Bänder. Nach dem Abstieg und noch einem wunderschönen Sonnenuntergang am Chiemsee brachten wir sie ins Krankenhaus. Tapfer hat sie sich bis nach unten gekämpft.

Trotz aller Strapazen waren wir uns einig, dass wir diese Wanderung noch einmal machen würden- mit besserem Schuhwerk und Wanderstöcken. Aber als Hobbywanderer haben wir uns trotz allem gut geschlagen und dank Corona auch keinen Massentourismus angetroffen.

Der Hintersee/Zauberwald

Der Zauberwald am Hintersee liegt in der Ramsau bei Berchtesgaden. Als Kind war ich schon in der Ramsau und freute mich, wieder hier zu sein. Der Hintersee ist ein tiefgrüner See mit glasklarem Wasser. Wir machten eine schöne Wanderung durch den Zauberwald um den See herum.

Der Wald nennt sich darum so, weil die Trümmer die durch einen Bergsturz entstanden sind, eine mystische und romantische Stimmung in diesen Wald zaubern. Wir gingen nur um den See herum, der Naturlehrpfad führt jedoch noch weiter in den Wald hinein.

Der Walchensee

Ich hatte auf Instagram ein Bild von einem See gesehen, der aussah als wäre man direkt an der Karibik. Selbstverständlich wollte ich mir den auch nicht entgehen lassen und so fuhren wir am Tag der Abreise noch an den Walchensee.

Der See hat wirklich eine wunderschöne Farbe, und die Karibikfarben findet man an der Stelle, an der der Fluss in den See mündet. Das frische Bergwasser färbt den See an dieser Stelle durch seinen hohen Anteil an Kalziumkarbonat in ein helles Weiß, dass dann von einem tiefgrün ins Blau übergeht. Es ist einer der tiefsten und größten Alpenseen Deutschlands.

Überall um den See herum findet man Plätzchen zum Sitzen und ausruhen, allerdings liegen diese Ufer auch an der Strasse, die von Fahrradfahrern sowie Autofahrern rege befahren wird. Wir haben ein schönes Plätzchen gefunden, uns dort für eine Stunde entspannt, den Kurzurlaub nochmals Revue passieren lassen und uns langsam wieder auf den Rückweg gemacht.

Eine kurze Auszeit ging zu Ende und trotz dass wir nur einen kleinen Teil gesehen hatten, war sie doch so dringend nötig, um vom täglichen Leben abzuschalten.

Sonnenuntergang am Chiemsee

Schreibt mir gerne Eure Geheimtipps in Bayern, denn es war bestimmt nicht mein letzter Ausflug dorthin.

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