USA 2020

Los geht’s…

Da es beim letzten Mal so gut funktioniert hat und “Sabine” sich relativ schnell wieder im Griff hatte, beschlossen wir gleich vorzugehen wie damals. Meine Tochter fuhr uns zum Bahnhof Stuttgart, von dort in den ICE nach Frankfurt und rein in den Flieger. Das wäre auch zu einfach gewesen…

Ein eifriger Polizeibeamte sah unsere beiden Pässe an, dann uns, dann wieder die Pässe und fragte uns, ob meinem Sohn sein Vater mit dieser Reise einverstanden wäre. Leider hatte ich zwar daran gedacht eine Reiseerlaubnis mitzunehmen, da mein Sohn jedoch schon 16 Jahre alt war ging ich davon, aus dass dies doch nicht mehr benötigt wurde- falsch gedacht! Nach einigem hin und her ließ der Beamte sich jedoch überreden uns durch zu lassen, nicht ohne die Warnung, dass ich nächstes Mal eine Erlaubnis dabei haben sollte. Wahrscheinlich wurde ihm beim Anblick meines Sohnes klar, dass der durchaus gerne nach Amerika entführt werden wollte. Erleichtert gingen wir zum Security Check und konnten mit einiger Verspätung starten. Es war ein riesiger Airbus A380 von Lufthansa, jedoch genauso eng (oder noch enger?) wie in der Finnair. Persönlich muss ich sagen, dass ich die Finnair bevorzugt hatte. Die Zudecken in der Lufthansa waren nicht sonderlich wärmend und schon mehrmals gewaschen, die Monitore funktionierten nicht richtig und die Auswahl an Musik und Filmen war schon älter. Das Essen war wesentlich besser als bei der Finnair. Die Kopfhörer wurden nach dem Start verteilt und es waren solche die einem nach längerem Tragen im Ohr weh tun. Es war sehr kalt im Flieger, mehrere Gäste beschwerten sich über die Kälte, die Stewardessen meinten jedoch dass sie das nicht regulieren könnten. Es gab auch keine Möglichkeit die Klima selbst zu regulieren, also saß ich mit Decke auf den Knien, meinem Schal und einer Weste um mich herum eingemummelt in meinem Sitz. Komfort pur. 

Nach einiger Zeit fällt das Sitzen schwer und man versucht sich die Beine zu vertreten. Wohin in so einem Flieger? Man kann durch die Gänge laufen, aber irgendwann landet man zwangsweise in der Bordküche um im anderen Gang wieder zurück zu laufen. Als ich etwas Land erblickte, fragte ich die Stewardess wo wir denn gerade seien, da man eine schöne Aussicht auf Gebirge und Schnee hatte. Ihre lapidare Antwort: oh, das weiß ich nicht. Damit war die Sache erledigt und sie meinte es seien zu viele Personen in der Küche. Also lief ich wieder die Gänge hoch und runter. Vielleicht sollten wir das nächste Mal doch lieber die nächste Stufe nach der Economy Class nehmen. 

Als wir ankamen und die gleichen Prozeduren wie letztes Mal durch hatten, konnte unser Abenteuer beginnen…

Teile diesen Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.