USA 2019

Unterwegs

Der Plan sah folgendermaßen aus: meine Tochter würde mich nach Stuttgart zum Hauptbahnhof bringen, von dort würde ich mit dem Zug nach Frankfurt fahren und in Frankfurt in den Flieger nach Helsinki einchecken. Ganz richtig, Helsinki. Dort hätte ich dann ca. zweieinhalb Stunden Pause bevor ich den endgültigen Flieger nach L.A betrete. Das war der Plan …

Der ICE startete pünktlich in Stuttgart. In Mannheim stiegen noch Leute zu, deren Zug ausgefallen war, aber zum Glück hatte ich meinen Sitzplatz. Am Flughafen angekommen kam die Durchsage, dass sämtliche Toiletten im Zug ausgefallen waren und auf einen Ersatz Zug gewartet werden müsste.  War ich froh nicht weiterfahren zu müssen …

Nach kurzer Orientierung war klar, dass ich mit dem Shuttle in Terminal 2 fahren würde und als ich aus der Flughafenhalle trat dachte ich, dass Deutschland es mir doch leicht machte zu gehen… Es regnete in Strömen. 
Um den Koffer aufzugeben musste ich noch eine Stunde warten, den Check-in hatte ich bereits Zuhause gemacht und langsam füllte sich die Flughafenhalle.Als ich den Koffer aufgab eröffnete mir die Dame, dass ich “ausgewählt”wurde, in Helsinki noch einmal durch die Sicherheitsschleuse zu gehen. Hoffentlich würde die Zeit reichen, wenigstens noch ein Souvenir aus Finnland mitzunehmen wenn man schon mal da ist. 

Das Schöne am Fliegen ist, dass es über den Wolken immer einen blauen Himmel gibt, egal wie es da unten ausschaut. Das macht mir immer wieder bewusst wie schön das Leben eigentlich ist, trotz der ganzen Schwierigkeiten die man manchmal hat. Auch wenn ich beim kleinsten Wackler zusammenzucke und mich meist in den Sitz kralle, ist fliegen doch etwas Wunderschönes und ich werde es nie als etwas Selbstverständliches ansehen. 

Über den Wolken

Ziemlich hektisch war der Umstieg am Flughafen in Helsinki.Ich konnte nur eine Kleinigkeit für meine Kids kaufen und eilte zum nächsten Boardinggate. Auch hatte ich nicht bedacht, dass es in Helsinki eine Stunde später ist und somit hatte das Boarding schon angefangen. Ich durfte noch einen Sicherheitscheck machen und mit 30 Minuten Verspätung startete die Maschine. Komfort war hier nicht großgeschrieben.  Die Maschine bestand aus 3×3 Sitzreihen und wenn der Vordermann die Sitzlehne zurück klappte hatte man kaum noch Platz für die Füße. Die Crew war allerdings sehr nett und bemüht. 

Das Essen bestand aus 4 Fleischbällchen, etwas Kartoffelbrei und einem kleinen Schälchen Kartoffelsalat. Geschlafen habe ich kaum, u.a. weil mein Sitzvordermann während der gesamten Flugzeit seinen Sitz nach hinten gestellt hatte, außerdem tun mit der Zeit wirklich die Beine weh und man will eigentlich nur noch laufen. Dafür war allerdings das Flugzeug wieder zu klein und wir mussten uns ständig an der Bordküche aufhalten. Vielleicht doch ein Grund nächstes Mal einen Direktflug mit Lufthansa zu nehmen?! 

Bordrestaurant
Grönland

Ich vertrieb mir die Zeit mit Filme schauen, schreiben und Musik hören. Es gab dort auf dem Monitor auch die Möglichkeit auf eine Art “Flugmodus” zu schalten und man konnte über die Kameras am Flugzeug sehen was unter einem vorbei zog. Eine tolle Sache wenn man wie ich keinen Fensterplatz hatte. Zwei Stunden vor der Landung servierte die Crew noch einen Snack, der aus einem Käse Makkaroni Auflauf einem Brötchen mit Butter und einem Muffin bestand. Dann begann der Sinkflug…

Angekommen!

Während des Fluges gab es keine nennenswerten Erschütterungen oder sogenannte Luftlöcher. Das war meine größte Angst. Der Flieger setzte auch bei der Landung ruhig und sicher auf, obwohl ich zuerst vor lauter Häuser die Landebahn gar nicht sehen konnte. 

Danach wurde man über die Gateway direkt in eine große Halle voller Leute geleitet. Meine Panik, wie ich mich hier zurecht finden sollte wurde schnell durch die absolut organisierte Abfertigung der Angestellten dort beruhigt. Es ist klar und deutlich angegeben, wohin man sich begeben muss und wenn man sich nicht sicher ist, stehen überall Leute in Uniform die man fragen kann. 

Zuerst musste ich meinen Pass an einer Maschine scannen, daraufhin der Maschine einige Fragen beantworten, meine Finger scannen und in eine Kamera schauen die mich fotografierte. Dann kam ein Zettel mit meinem Foto und Namen raus und ich musste weiter zur Border Control, einem Officer der wieder meinen Pass anschaute, mir Fragen stellte, mir nochmals Fingerabdrücke abnahm, ein Foto machte und mich mit einem monotonen “Welcome in the United States” wieder entließ. Weiter ging es zur Gepäckausgabe um meinen Koffer zu holen. 

Hello Adventure

Mein Cousin war bereits da, um mich in Empfang zu nehmen und wir  fuhren zu seinem Haus in Long Beach. Leider war es schon dunkel und ich konnte nicht mehr so viel von Los Angeles sehen, aber ich war auch viel zu müde dafür. Die Straßen waren voller Autos und ich heilfroh nicht fahren zu müssen…

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